Deutscher Kitaleitungskongress in Berlin

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Deutscher Kitaleitungskongress am 19. und 20.05.2015 in Berlin

Der vor zwei Jahren ins Leben gerufene Kitaleitungskongress hat sich als die führende Fachveranstaltung für Kitaleiterinnen, -leiter und Kitaträger in Deutschland etabliert.

Unter dem Motto „Kitas gestalten Zukunft“ kamen über 2500 Kitaleitungskräfte aller Bundesländer für einen direkten und intensiven Austausch zusammen.  Zentrales Thema waren neue Instrumente, mit welchen der Berufsalltag besser zu bewältigen ist. Mehr als 50 renommierte Fachkräfte und namhafte Experten aus Forschung und Praxis, Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und dem Bildungssektor unterstützten den Kitaleitungskongress durch Vorträge, Workshops, Diskussionen und Impulse.

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Auch Andreas Kummer, Motio Berlin, beteiligte sich als Referent und externer Berater der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) an dem Kitaleitungskongress in Berlin. Mit einem Vortrag zur „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen in der Kita“ referierte er über ein äußerst aktuelles und relevantes Thema im Bereich Kindertagestätten.

Zum einen sind durch die Änderung des Arbeitsschutzgesetztes Arbeitgeber/innen nun zu einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen verpflichtet. Erfasst werden müssen hierzu die psychischen Belastungen, also die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch einwirken.

Zum anderen sind Kitaleitungskräfte und das Kitabetreuungspersonal aufgrund des enormen Anstiegs der Betreuungsquote und des damit einhergehenden Fachkräftemangels im Betreuungsbereich zunehmend hohen Belastungen und vermehrt Stressfaktoren ausgesetzt.

Auch die nun veröffentliche BeWAK Studie 2015, eine Befragung zur Wertschätzung und Anerkennung von Kitaleitungen, durchgeführt von der Deutschen Kinderhilfe und Wolters Kluwer Deutschland, unterstützt diese Aussage. 51% des befragten Kitapersonals fühlten sich demnach den Belastungen des Arbeitsalltags nicht gewachsen. Über 53% der Befragten gaben an, eine geistige und emotionale Erschöpfung zu verspüren und sich fix und fertig zu fühlen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) empfiehlt für die Durchführung der psychischen Gefährdungsbeurteilung eine tätigkeitsbezogene Erfassung in den Bereichen Arbeitstätigkeit, Arbeitsumgebung, Arbeitsorganisation und soziale Beziehungen.  

Zunächst sollte die Ist-Situation im Hinblick auf psychische Gesundheit erfasst werden. Ein Instrument, welches zur Erfassung genutzt werden kann, ist unter anderem der Work Ability Index, welcher 10 Fragen zur physischen und psychischen Arbeitsanforderungen, Gesundheitszustand und Leistungsreserven umfasst. Der Implustest, ein weiteres Instrument zur Analyse der Arbeitsbedingungen, ermöglicht es, Stressfaktoren im Unternehmen zu erkennen und vorhandene Ressourcen zu optimieren. Anschließend an Analysen zur Arbeitssituation und einem konstruktivem Austausch mit den Mitarbeitern können die Ergebnisse schließlich zusammengefasst und Maßnahmen festgelegt werden.

Die BGW bietet ebenfalls Analyseinstrumente an, die sich in die Gefährdungsbeurteilung integrieren lassen – etwa die BGW-Arbeitssituationsanalyse. Für Kitas in Verbünden gibt es Handlungsbedarfejhfjkjhjhdas Angebot der Gesundheitszirkel. Hier werden in den Kitas Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifiziert, sodass sie eigenständig Arbeitssituationsanalysen durchführen und Gesundheitszirkel moderieren können.

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1. BVMW-Gesundheitstag

 

Messe und 1. BVMW-Gesundheitstag

Am 21. April veranstaltete der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) den 1. BVMW-Gesundheitstag voller Innovationen und kreativer Ideen zur Umsetzung von Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) und Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM).

Gemeinsam mit der DAK-Gesundheit nahm auch Motio Berlin an diesem Tag teil und eröffnete die Vortragsreihe mit einem Workshop zum Thema "Gesundheits-management in kleinen und mittleren Betrieben".

Den Teilnehmern wurde ein bunter Informationstag zum Mitmachen und Ausprobieren, mit separaten Impulsvorträgen zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz und der gesunden Ernährung geboten.

Neben zahlreichen interessanten Gesprächen mit verschiedensten Akteuren aus der betrieblichen Gesundheitsförderung stellten die Messebesucher mit viel Ehrgeiz ihre Koordinationsfähigkeit an unserem Messestand unter Beweis.

Der 1. BVMW-Gesundheitstag war zugleich der offizielle Auftakt für das INQA-Projekt "GeMit - Gesunder Mittelstand Deutschland" in Berlin. Mittelständische Betriebe aus der Region Berlin-Mitte haben sich hier in einer Betriebsnachbarschaft zusammengeschlossen, um in den nächsten 2,5 Projektjahren gemeinsame Aktivitäten für mehr Gesundheit zu organisieren und durchzuführen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bvmw.de/gemit.


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